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kath 2:30 Meinungen

oder: Die Illoyalität der Gehorsamen

Es ist still geworden um den mit viel Hoffnung gestarteten Dialogprozess in der Kirche. Es ist wie so oft in den letzten 20 Jahren: Dialoge, Diözesansynoden, Pastoralgespräche – all das kommt mit der schönen Regelmäßigkeit eines el niño an der südamerikanischen Westküste. So wie diese Klimaanomalie periodisch die peruanische Pazifikküste heimsucht und durch die Aufwärmung des Wassers den Humboldtstrom mit erheblichen Konsequenzen für Umwelt und Wirtschaft im Ostpazifik zum Erliegen bringt, so scheinen die zyklisch initiierten kirchlichen Kommunikationsprozesse nach anfänglicher Aufwärmung bei denen, die sich einen Fortschritt erhoffen, zu einem ekklesialen Kater zu führen. Der Dialogstrom kommt dabei immer schneller zum Erliegen: Dauerten die Prozesse, deren Ergebnisse in aufwendig gestalteten Broschüren festgehalten und abgeheftet wurden, am Ende des 20. Jahrhunderts noch mehrere Monate, so werden jetzt schon zu Beginn des aktuellen Dialogprozesses, mit dem man der gegenwärtigen durch den Missbrauchsskandal von 2010 ausgelösten Glaubwürdigkeitskrise der Kirche begegnen und für Transparenz sorgen möchte, Wortstaudämme errichtet, die das Fließen des Prozesses von vorne herein behindern.


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In Ausgabe 5 finden Sie unter anderem folgende Themen:

– Kuba zwischen Rucksack-Reise und Hotelanlage
– Haiti acht Monate nach dem Beben
– Thomas Riedel – Pionier, Weltmarktführer, Wuppertaler
– Laurentius-Schilder auf dem Weg
– Aktion Stolpersteine
– Ein Gastbeitrag vom Ohrenkuss Magazin
– Seelsorge Rande der Gesellschaft
– Sommerzeit kommt im Juli
– Jom Kippur ist der höchste jüdische Feiertag
– Pfarrverweser im Westen

 

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kath 2:30 Auf ein Wort LogoUnd wieder steht das Pfingstfest vor der Tür. Es gehört neben Weihnachten und Ostern zu den drei großen christlichen Festen. Anders als Weihnachten oder Ostern hat es in unseren Breiten aber kein Brauchtum ausgeprägt. Vielleicht ist das der Grund, warum für viele der Sinn des Pfingstfestes wenig bekannt ist.

Die Apostelgeschichte berichtet, das sich in Jerusalem am 50. Tag nach der Auferstehung Jesu Christi Unerwartetes ereignete. Die Jünger erkennen den eigentlichen Sinn von Tod und Auferstehung Jesu Christi. Wovon das Herz voll ist, davon quillt der Mund über. Und so können auch sie nicht mehr still sitzen. Sie haben verstanden, dass Gott nicht einfach nur dem Menschen gegenüber steht. Sie haben erfahren, dass Gott in Jesus Christus einer von uns wurde. Sie haben diesen Fingerzeig verstanden. Die Menschwerdung Gottes, sein Sterben am Kreuz und sein Auferstehen bedeuten: Gott ist mit uns, er ist in uns, selbst in den Tiefen des Lebens. Beseelt von dieser Erkenntnis brechen sie auf und erzählen begeistert in aller Öffentlichkeit davon. Es heißt, dass sich aufgrund dieser Verkündigung die ersten Gemeinden bildeten. Die Kirche war geboren.


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kath 2:30 ReportageDer Wecker der neunjährigen Jade aus Mexiko klingelt früh. Wenn sie wieder nach Hause kommt, ist die Sonne längst untergegangen. Das indigene Mädchen kennt es nicht anders, als nach der Schule für ihre Familie arbeiten zu gehen. Deutsche Spender finanzieren ein Projekt für Kinderarbeiter wie Jade in San Cristóbal de las Casas.

Eine Reportage von Øle Schmidt

Die leblosen gelben Körper liegen aufgebahrt in einer Reihe, die pockigen Beine mit den langen Krallen ragen senkrecht in die Luft. Alle Köpfe sind sauber abgetrennt. »Beat it!« scheppert es aus überforderten Boxen vom Nachbarstand, im Hochland von Chiapas ist Michael Jackson noch ziemlich lebendig. Ein kalter Wind wirbelt den Geruch fauliger Lebensmittelabfälle auf. Über die Situation wacht die Jungfrau von Guadalupe. Die heiligste Heilige des katholischen Mexikos blickt streng von einer Wand, an der sie unter Glas hängt.


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kath 2:30 ReportageIm Süden Mexikos unterstützt ein MISEREOR-Partner indigene Kinderarbeiter.

Eine Bildreportage von Oele Schmidt.

Øle Schmidt lebt als freier Journalist und Fotograf im südmexikanischen San Cristobal de las Casas, er arbeitet unter anderem für MISEREOR und Caritas international.

Zur Bildstrecke gibt es hier auf Kath 2:30 auch eine ausführliche Reportage von Øle Schmidt.


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oder: Wenn Politiker sich mit Kindern schmücken

meinungen

Die Wahlkämpfer der großen Parteien sind im diesjährigen Landtagswahlkampf auf das Kind gekommen. CDU und SPD warben vor allem in der Anfangsphase um die Wählergunst, indem sie die Protagonistin bzw. den Protagonisten mit Kindern umgaben. Zuerst erschien dabei in der Öffentlichkeit das Wahlplakat von CDU-Spitzenkandidat Norbert Röttgen, das den Politiker neben einem Jungen zeigt, der ihn anschaut, von Röttgen aber nicht angeschaut wird.


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kath 2:30 Auf ein Wort LogoDie Elberfelder Karfreitagsprozession, die „passione vivente“ der Italiener ist bekannt weit über Wuppertal hinaus. Bei schönem Wetter nehmen mehrere tausende Menschen teil. Viele schauen neugierig hin, andere gehen ein Stück oder ganz mit und viele andere sind mit dem Herzen und im Glauben dabei und beten.

Der Kreuzweg Jesu, seine Verhaftung, Verurteilung, Folterung und Kreuzigung werden mit großem Ernst und zugleich Freude an der religiösen Inszenierung gespielt. Manch einer denkt dabei an das eigene Leiden, an die unterschiedlichen Kreuze, die wir in unserem Leben zu tragen haben.


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In Ausgabe 4 finden Sie unter anderem folgende Themen:

– Justizvollzugsanstalt Ronsdorf
– Inklusion behinderter Menschen
– Notfallseelsorge in Wuppertal
– Pessach, das Fest des ungesäuerten Brotes
– Umbenennung mit Folgen – St. Anna-Klinik
– Die Frau am Grab
– Aufbruch in Wuppertal
– Ostergottesdienste in Wuppertal

 

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Die Wahl scheint vor der Wahl entschieden. Habemus Gauckem –  Alea iacta est! Dabei ist die Diskussion um die präsidiale Personalie schon wieder voll entbrannt: Der Souverän läuft seinem Präsidenten nicht mehr einfach hinterher. Das Volk ist souverän geworden. Das spüren nicht nur politische Amtsträger wie Bürgermeister, Minister oder Bundespräsidenten. Auch in der Welt der Kirche sind die Menschen längst keine Herde von Schafen, sondern mündige Glieder des Volkes Gottes mehr. Das ist neu – vor allem für die, die bisher unangefochten an der Spitze stehen. Präsidenten und Episkopen sind eben keine Monarchen, bei denen galt: Der König ist tot, es lebe der König. Ihr Amt ist wesentlich Dienst am Volk – einem Volk, das aus mündigen Bürgern besteht.
Das hat Konsequenzen für beide Seiten. Die bloße Lust am Lästern löst keine Probleme. Die jeweilige Verantwortung für das Gemeinwohl in Kirche und Gesellschaft in Wort und Tat anzunehmen schon. Es gibt jetzt keinen Weg zurück: Das Volk hat seine Souveränität entdeckt.

Das meint auch unser Cartoonist Knut „Kumi“ Junker, der die Bundespräsidenten und ihren Souverän seit Walter Scheel Revue passieren lässt:

Der Bundespräsident und sein Souverän

kath 2:30 Punctum

Aktuelle Themen kurz und knapp von Kumi, alias Knut Junker, auf den Punkt gebracht.


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kath 2:30 Auf ein Wort LogoEs ist wieder Fastenzeit. Und wie nicht anders zu erwarten, füllen Presse, Funk und Fernsehen wieder ihre Seiten und Sendminuten mit Tipps und Berichten zu Heilfasten, Fastenkuren und Entschlackung, die der Wellness von Leib und Seele dienen sollen. Und selbst in vielen Predigten und kirchlichen Aktionen wird dem Motto „Sieben Wochen ohne“ gefrönt und der Verzicht propagiert. Handyfasten, Schokoladenverzicht, Alkoholverbot – so sieht das moderne Fasten aus. Aber wozu soll das gut sein?

Manch modernem Zeitgenossen geht das Fasten so an die Nieren, dass seine Mitmenschen sein Fastenbrechen ersehnen. Wenn das Fasten zur Last wird, ist die schlechte Laune nur allzu oft die logische Folge. So wird die Fastenzeit für die, die mit einem Fastenden leben müssen, zu einer wahren Bußzeit.


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