Dies Domini – 23. Mai 2010
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Der Heilige Geist strömt in lebendigem Wasser
Pfingsten (Lesejahr C) – Apg 2, 1-11; 1 Kor 12, 3b-7.12-13 oder Röm 8, 22-27; Joh 20, 19-23
Pfingsten ist ein Fest, das wie kaum ein anderes das Geheimnisvolle unseres Glaubens deutlich macht, weil es so wenig greifbar zu sein scheint. Weihnachten – Gottes Sohn im Kreis der Heiligen Familie in der Krippe, Ostern – die Auferstehung nach Kreuz und Tod, aber Pfingsten? Hauch und Taube, Feuerszungen und Sprachenwunder, nicht viel zum „Begreifen“.
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Über hunderttausend Christen und auch Anders- oder Nichtgläubige haben in München am Ökumenischen Kirchentag teilgenommen, darunter viele Wuppertaler. Ganz so Viele werden es wohl nicht sein, wenn am Pfingstmontag in Wuppertal auf dem Laurentiusplatz der Ökumenetag „Hoffnungszeichen“ stattfindet. Aber es lohnt bestimmt genauso, vorbei zu kommen, Gespräch und Begegnung zu suchen, mit zu beten und zu singen.
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7. Sonntag der Osterzeit (Lesejahr C) – Apg 7, 55-60; Offb 22,12-14. 16-17, 20; Joh 17,20-26
Die Einheit und die Verdrießlichkeit der Christen
Die Lesungen des heutigen Sonntags und insbesondere die Perikope aus dem Johannesevangelium stehen in einer bedrückenden Spannung zum heute zu Ende gehenden ökumenischen Kirchentag in München. Jesus ruft mit eindringlichen Worten die Einheit der an ihn Glaubenden herab: Alle sollen eins sein: „Wie Du, Vater, in mir bist und ich in Dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass Du mich gesandt hast.“ Eine führende Sonntagszeitung (FAS 16.5.2010) kommentiert den ökumenischen Kirchentag mit der kaum verhohlenen Aufforderung an die evangelischen Christen, sich doch um der Treue zum Evangelium willen möglichst von den Katholiken abzusetzen, deren „Verschwiemelungen“ im Zusammenhang der Missbrauchsdebatte den religiösen Grundwasserspiegel in unserm Land sinken ließen. Und es stimmt ja wirklich, zwischen unserer Innen- und Außensicht bestehen derzeit beträchtliche Unterschiede.
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6. Sonntag der Osterzeit (Lesejahr C) – Apg 15,1-2;22-29, Offb 21,10-14;22-23, Joh 14,23-29
Vom Frieden – nicht von dieser Welt
Die Lesungen des heutigen Sonntags führen uns zunächst in der Apostelgeschichte mitten hinein in eine der schwersten Auseinandersetzungen der frühen Kirche: Ein ganzes Konzil – das Apostelkonzil – braucht es, um die schwierige Frage zu entscheiden, wie es mit den Heidenchristen weitergehen soll. Schließlich stand damals die kirchliche Praxis in beträchtlicher Spannung zu dem Wort Jesu, wonach erst Himmel und Erde vergehen müssten, bevor auch nur der kleinste Buchstabe des jüdischen Gesetzes geändert würde (Mt 5, 17). Jetzt kommt eine in ihrem Anspruch ungeheuerliche Wende: „Denn der Heilige Geist und wir haben beschlossen …“. Das ist wirklich ein Tusch. Es bestehen Schwierigkeiten, die Jünger Jesu, die nicht aus dem Judentum stammen, wollen eine Lösung ihrer unklaren Situation: und in gleichsam göttlicher Vollmacht entscheiden die Apostel, was man eine rheinische Lösung nennen könnte: keine Beschneidung und keine detaillierten Vorschriften, aber ein paar Grundsätze werden übernommen.
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Die moderne Naturwissenschaft entwickelt sich rasant. Mit immer verfeinerteren Methoden erforscht sie Bereiche, von denen man vor wenigen Jahren noch gar nicht ahnte, dass sie existieren. Die neuen Erkenntnisse stellen immer schneller auch die vermeintlich festgegründeten Bilder von Mensch und Welt in Frage. Die kopernikanische Wende ist zum Alltag geworden.
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5. Sonntag der Osterzeit Lesejahr C – Joh 13,31-33a.34-35
Liebe – Ein neues Gebot?
Was meint der Herr im heutigen Sonntagsevangelium aus den Abschiedsreden des Johannesevangeliums damit, sein Liebesgebot sei neu? Ist das Neue Testament nicht von Anfang an und auch das Alte Testament geradezu eine Ausfaltung dieses einen Liebesgebots? „Der Fremde, der sich bei Euch aufhält, soll Euch wie ein Einheimischer gelten“ heißt es im Buch Levitikus (19,34) „und Du sollst ihn lieben wie Dich selbst, denn ihr seid selbst Fremde in Ägypten gewesen.“
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Motorradsegnung 2010
Motorradsegnung der katholischen Citykirche Wuppertal am 23. April 2010, auf dem Laurentiusplatz in Wuppertal-Elberfeld.
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4. Sonntag der Osterzeit – Lesejahr C – Joh 10,27-30
Schaf des Herrn – Perspektive für den Individualisten unserer Zeit?
In der Perikope des heutigen Sonntags fasst Johannes noch einmal die „Hirtenworte“ seiner Jesus-Verkündigung zusammen, nimmt Bezug auf vorangegangene Formulierungen und endet mit einer sehr knappen, aber selbst für das Johannes-Evangelium ungemein tiefen Bemerkung Jesu: „Ich und der Vater sind eins.“
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Lesejahr C – 3. Sonntag der Osterzeit – Joh 21,1-19
Folge mir nach!
Das heutige Evangelium berichtet vom wunderbaren Fischfang, der dritten Begebenheit bei der Jesus sich den Jüngern nach seiner Auferstehung offenbarte. Diese Begebenheit beginnt für die Jünger mit einer beachtlichen Frustrationserfahrung:
Einige der Jünger waren mit dem Boot auf den See gefahren um zu fischen, hatten jedoch keinen Erfolg. Dieses Gefühl motiviert zu sein, etwas erreichen zu wollen und dennoch zu scheitern, haben sicherlich viele Menschen in ihrem Leben bereits erlebt. Und in all diese Situationen hinein spricht Jesus auch zu jedem von uns, wie zu den Jüngern auf dem See: Er motiviert sie zu einem zweiten Versuch. Er spricht ihnen Mut zu, gebt euch einen Ruck, werft das Netz noch einmal aus.
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In Episode 10 stellen wir den Höhepunkt katholischer Liturgie vor. Ostern das höchste Fest der Christen.
Hier wird der Kern des christlichen Glaubenbekenntnisses gefeiert:
Jesus Christus,
gekreuzig, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten.
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