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kath 2:30 Dies DominiDer Mensch ist ein zutiefst analoges Wesen. Sicher, die Möglichkeiten der Digitalität bietet viele Chancen. Wo Nachrichten früher per Bote überbracht werden mussten, erreichen. E-Mails und Messengernachrichten in Lichtgeschwindigkeit das andere Ende der Welt. Vieles wird einfacher. Scheinbar jedenfalls. Denn manchmal kommt der Mensch nicht mehr hinterher.

Die Entwicklung schreitet rasant voran. Vor nicht allzu langer Zeit eroberten die sogenannten sozialen Medien die Heime und Hirne. Der Mensch als analoges Wesen ist ihnen noch ausgeliefert, denn in der analogen Welt galten entweder Regeln des sozialen Anstandes. Man wusste, dass es oft besser ist zu schweigen, um als weise zu gelten. Auch bedurfte es eines gewissen Aufwandes, einer nicht anwesenden Person einmal so richtig die Meinung zu sagen. Man schrieb Briefe, die man – seien sie handgeschrieben oder ausgedruckt – zeitaufwändig zu Papier brachte, das man kuvertieren musste. Auf das Kuvert musste man die eine Adresse schreiben – eine (!), denn Massennachrichten waren teuer, schließlich kostete der Versand Geld. Die Nachrichten waren etwas wert. Dann brachte man sie zur Post. Alles in allem ein Prozess der Zeit beanspruchte und viele Möglichkeiten zum Umdenken bot. Heute ist die eigene Befindlichkeit schnell in die Kommentarspalten und Messenger getippt und per Klick einer gesichtslosen Masse öffentlich zugänglich gemacht. Nachgedacht wird nur noch selten. Rausgehauen schon viel mehr. Was glauben Sie denn?


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