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kath 2:30 Dies DominiDies Domini – 12. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C

„Was sollen die Leute bloß denken?“ – wer kennt ihn nicht, diesen Satz, den besorgte Eltern ihrem frühreifen Nachwuchs entgegenhielten, wenn das an den Tag gelegte Verhalten nicht ganz den Vorstellungen der Erziehungsberechtigten entsprach. Die unfassbare Masse der „Leute“ übte damit die Funktion aus, die – jahreszeitlich bedingt – der Nikolaus, das Christkind oder auch der Osterhase übernahmen, in meteorologischen Varianten aber auch der „liebe“ Gott persönlich, der im Donner eines Gewitters gar nicht lieb zu schimpfen vermochte. Immer aber wussten diese anderen über einen besser Bescheid, als man selbst. Sie stellten so aber nicht nur die eigene Selbstwahrnehmung radikal in Frage; letztlich torpedierten sie auch die Autorität der Eltern, waren sie doch offensichtlich stärker als jene älteren Verwandten ersten Grades, mussten (und müssen) sich diese doch der Macht jener bedienen, um die eigenen Vorstellungen weniger durch die Kraft der Argumente, sondern die Macht drohender Peinlichkeit und Scham des Gesichtsverlustes durchzusetzen.

„Was sollen die Leute bloß denken?“ – zweifelsohne eine Frage mit Potential, wenn auch mit nicht positiver Valenz. Dabei hatten die Leute in der Vergangenheit meist ein Gesicht. Es waren oft die unmittelbaren Nachbarn, die gemeint waren. Sie hatten Namen und Gestalt. Es waren Menschen, die im alltäglichen Umgang gar nicht so machtvoll erschienen, wie es in der elterlichen Frage suggeriert wurde. Hatten nicht manche von ihnen eigenen Marotten und verhielten sich skurril? Interessierten diese Leute sich für das, was man selbst über sie dachte? Und was passierte, wenn diese Leute – ja was eigentlich – dachten?


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kath 2:30 Dies DominiDies Domini – Erster Adventssonntag, Lesejahr A

Das alte Kirchenjahr ist vorbei und wir stehen am Beginn des neuen Kirchenjahres, das sehr „gnädig“ mit dem Advent, der oftmals zwar von vielen Terminen und Stress, aber – hoffentlich – auch von besinnlicher und schöner Zeit geprägt ist, beginnt.

Üblicherweise beginnt ein neues Jahr mit guten Vorsätzen. Vielleicht wäre das auch eine Idee für das neue Kirchenjahr. Zum Verständnis – ein Kirchenjahr soll nicht verstanden werden als Kreislauf oder Erinnerung an die verschiedenen Lebensphasen Jesu, sondern eher als eine Art Schraubgewinde, in dem wir immer höher, mit immer neuen Erfahrungen, Christus entgegen „gehen“. Deshalb kann es vielleicht auch sinnvoll sein, am „Jahresübergang“ Rückblick zu halten auf das, was im letzten Jahr gewesen ist, was mein Leben mit mir selbst, mit meinen Mitmenschen und mit Gott ausgemacht hat, was gut war, was besser war als vielleicht noch im vergangenen Jahr, aber auch was „verbesserungswürdig“ ist und deshalb als Vorsatz für eine neue „Umdrehung“ am „Schraubgewinde“ genommen werden kann.

Was das Ziel dieses Gott entgegen ´schraubens´ ist, führt die Lesung aus dem Buch Jesaja sehr eindrücklich vor Augen:

Viele Nationen machen sich auf den Weg. Sie sagen: Kommt, wir ziehen hinauf zum Berg des Herrn und zum Haus des Gottes Jakobs. Er zeige uns seine Wege, auf seinen Pfaden wollen wir gehen. Denn von Zion kommt die Weisung des Herrn, aus Jerusalem sein Wort. Er spricht Recht im Streit der Völker, er weist viele Nationen zurecht. Dann schmieden sie Pflugscharen aus ihren Schwertern und Winzermesser aus ihren Lanzen. Man zieht nicht mehr das Schwert, Volk gegen Volk, und übt nicht mehr für den Krieg. Ihr vom Haus Jakob, kommt, wir wollen unsere Wege gehen im Licht des Herrn. (Jes 2,3ff.)


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kath 2:30 Auf ein Wort LogoJedes Jahr am 6. Januar wird das Dreikö-nigsfest, das auch „Epiphanie“ (Erscheinung des Herrn) heißt, gefeiert. Mittlerweile ist es zur Tradition geworden, dass um diesem Tag herum Kinder als Könige verkleidet durch die Straßen ziehen, die Botschaft von der Geburt des Gottessohnes verkünden und Spenden für notleidende Kinder in anderen Teilen der Welt einsammeln. Außerdem bringen sie den Weihnachtssegen 20*C+M+B+10. CMB steht dabei für Christus Mansionem Benedicat (Christus segnet dieses Haus), der Stern für den Stern von Bethlehem, die drei Kreuze für Segen des dreifaltigen Gottes, der im aktuellen Jahr allen, die in dem Haus ein und ausgehen, Segen spendet.


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