Es gab schon geistreichere Zeiten. Zeiten, in denen die Worte den Taten folgten. Heutzutage ist die Welt voller Wortemacher. Viele von ihnen sind nicht sonderlich an Fakten interessiert. Die eigene Ideologie wird zur umfassenden Wahrheit erhoben und mit Worten kaschiert. Kaum einer macht sich mehr die Mühe, die Wirklichkeit hinter den wortreichen Behauptungen zu überprüfen. Man glaubt, was in die eigene Ideologie passt. So zählt nicht mehr das Wort, sondern die eigene Sicht auf die Welt. Was glauben Sie denn?
Das gilt insbesondere für die, die die Macht in Händen halten. Der griechische Philosoph Platon vertrat bereits im 4. Jahrhundert v.d.Z. angesichts einer zunehmenden Ungerechtigkeit und Machtgier die Ansicht, dass ein Staat nur dann gerecht regiert würde, wenn die Philosophen die Macht innehätten; wenigstens sollten die Herrscher nach echter Weisheit und Wahrheit streben. Wer nach Weisheit und Wahrheit strebt, will den Dingen wirklich auf den Grund gehen. Er weiß auch, dass nur eine Gesellschaftsordnung, die grundlegend auf Gerechtigkeit aufgebaut ist, die Basis für ein friedvolles Zusammenleben ermöglicht. In einer gerechten Welt gilt das Prinzip der Solidarität: Wer arbeiten kann, muss gerechten Lohn empfangen. Wer schwach ist, hat Anspruch auf Unterstützung. Die Starken stützen die Schwachen.
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