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kath 2:30 Meinungen LogoInklusion bedeutet zuerst Einschluss und nicht Ermöglichung

Die Macht der Sprache wird häufig unterschätzt. Worte sind mehr als bloße Verständigungsmittel. Worte wirken. Sprache schafft Bewusstsein.

Die moderne Neigung zu einer politisch korrekten Sprache treibt dabei nicht selten eigenartige Blüten. Vor allem wenn es um behinderte Mitmenschen geht, bleibt den Nichtbehinderten das Wort im Halse stecken. Stumm und einer die Dinge einfach benennenden Sprache beraubt, behindern sie den Dialog. Verkrampft um Normalität bemüht wird der Behinderte so zu einem „Menschen mit Handicap“. Nicht nur, dass die meisten Behinderten keine Golfspieler sind; hier wird eine Lebensrealität oft dermaßen verharmlost, als handle es sich bei der Behinderung um eine Verstauchung, die das persönliche Fitnesstraining beeinträchtigen würde.


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logisch!logisch!, die Zeitung der Katholischen Citykirche Wuppertal.

In Ausgabe 4 finden Sie unter anderem folgende Themen:

– Justizvollzugsanstalt Ronsdorf
– Inklusion behinderter Menschen
– Notfallseelsorge in Wuppertal
– Pessach, das Fest des ungesäuerten Brotes
– Umbenennung mit Folgen – St. Anna-Klinik
– Die Frau am Grab
– Aufbruch in Wuppertal
– Ostergottesdienste in Wuppertal

 

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oder als PDF-Download (14 MB), für den Ausdruck optimiert.


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kath 2:30 Aktuell LogoEs wird viel für Behinderte getan. Vor allem die 2008 in Kraft getretene Behindertenrechtskonvention der  UNO hat eine neue Aufmerksamkeit für die Belange Behinderter bewirkt. Auch die EU  hat diese bedeutsame UN-Konvention am 23.12.2010 angenommen. Ihre Mitgliedsstaaten sind damit verpflichtet, Behinderten eine gleichberechtigte Teilhabe bzw. Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Das Zauberwort, das seitdem in aller Munde ist, heißt „Inklusion“: Nicht die Behinderten haben die Aufgabe, sich den gesellschaftlichen Bedingungen anzupassen, sondern die Gesellschaft muss sich auf die Belange Behinderter einstellen.

Tatsächlich ist es noch ein langer Weg bis zur wirklichen Anerkennung von Menschen mit Behinderung. So macht sich ein Mitgliedsstaat der EU, der doch verpflichtet wäre, seine Gesellschaft dergestalt zu verändern, Behinderten die Teilhabe am Leben zu ermöglichen, daran, eben diese Veränderung unnötig werden zu lassen: Das als liberal und weltoffen geltende Dänemark verfolgt das Ziel, dass es bis zum Jahr 2030 keine Menschen mit dem sogenannten Down-Syndrom mehr geben soll.


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