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kath 2:30 Auf ein Wort LogoElberfeld blickt an diesem Wochenende auf eine bewegte Geschichte zurück, die länger zurückreicht als die Verleihung der Stadtrechte, deren 400jährigen Jahrestag wir in diesen Tagen begehen. Die Stadt hat Hoch-Zeiten und Tiefpunkte erlebt. Sie war einstmals die größte Stadt Deutschlands, erlebte als Industriemetropole eine Blütezeit und hat Persönlichkeiten wie Else Lasker-Schüler hervorgebracht. Sie hat aber auch nach dem Krieg zerstört am Boden gelegen, ist wieder aufgestanden, trägt noch die Narben und Schrunden und steht auch heute wieder vor der großen Herausforderung, den Weg in eine lebenswerte Zukunft zu finden.

Von Beginn der fast 1000jährigen Geschichte Elberfelds an ist das Schicksal der Stadt auch von gelebtem Glauben  geprägt. Kirchen prägen heute noch das Gesicht der Stadt. Die Alte reformierte Kirche, die Kirche am Kolk, St. Laurentius und andere markante Kirchengebäude sind in der Skyline Elberfelds sichtbar und geben der Stadt Profil. Mehr noch haben aber Christinnen und Christen die Geschicke der Stadt beeinflusst. Johann Gregor Breuer (Lehrer und Gründer der Gesellenvereine) und Maria Husemann (Caritas-Sekretärin, im Widerstand gegen den Nationalsozialismus), Helmut Hesse (Widerstand gegen den Nationalsozialismus) und Erich vom Baur (Gründer der Kurrende): Sie alle haben ihren Teil aus christlicher Motivation dazu beigetragen, dass Elberfeld eine lebenswerte Stadt wurde, gerade auch in schwierigen Zeiten.

Werner Jacken und Dr. Werner Kleine

Dass die Geschichte Elberfelds auch eine Geschichte der Kirchen ist, macht eine Ausstellung deutlich, die von heute an bis zum November in der Laurentiuskirche zu sehen ist. Auch für die Evangelische und die Katholische Kirche in Elberfeld besteht deshalb nicht nur ein Grund zu feiern. Wenn eine Stadt nach einer solch wechselvollen Geschichte immer noch da ist und lebt – und zweifellos ist Elberfeld lebendig – dann muss Gott seine Hand über diese Stadt halten. Und dafür danken die Kirchen in einem ökumenischen Gottesdienst am Sonntag, dem 5. September 2010 um 12 Uhr auf dem Laurentiusplatz.

Die Geschichte Elberfelds ist auch eine Hoffnungsgeschichte. Die Stadt hat es immer wieder geschafft, aufzustehen und neu anzufangen. Darauf kann Elberfeld stolz sein. Denn die Zukunft liegt vor uns. Herzlichen Glückwunsch!

Werner Jacken (Pfarrer)    Dr. Werner Kleine (Pastoralreferent)
Evangelische Kirche         Katholische Kirche

Veröffentlicht in der Wuppertaler Rundschau vom 4. September 2010.

Die Rubrik “Auf ein Wort” erscheint in unregelmäßigen Abständen in der Samstagsausgabe der Wuppertaler Rundschau. Autoren sind evangelische und katholische Theologen in Wuppertal, die sich zu aktuellen gesellschaftlichen oder kommunalen Themen äußern. Wir veröffentlichen auf kath 2:30 die Beiträge der katholischen Autoren. Die evangelischen Beiträge finden Sie hier.

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