<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:itunes="http://www.itunes.com/dtds/podcast-1.0.dtd"
	>
<channel>
	<title>Kommentare für Kath 2:30</title>
	<atom:link href="http://www.kath-2-30.de/comments/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.kath-2-30.de</link>
	<description>Der neue Blog der Katholischen Citykirche Wuppertal</description>
	<lastBuildDate>Thu, 26 Jan 2012 11:52:04 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0.4</generator>
	<item>
		<title>Kommentar zu Fliege sucht die andere Wirklichkeit von Volker Brokop</title>
		<link>http://www.kath-2-30.de/2010/01/18/fliege-sucht-die-andere-wirklichkeit/#comment-3560</link>
		<dc:creator>Volker Brokop</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 11:52:04 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kath-2-30.de/?p=891#comment-3560</guid>
		<description>Jürgen Fliege macht letztlich nichts anderes, als etwas, das die Religion immer schön ermöglicht hat: Er verschafft sich mit ihrer Hilfe Geld und Geltung.

Insofern macht Herr Fliege nichts anderes, als die Kirchen im wesentlichen auch. Das ist ein Grundproblem der Religion, ihre enorme Instrumentalisierbarkeit für Zwecke und Interessen, die mit Religion nichts mehr zu tun haben.

Volker Brokop</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Jürgen Fliege macht letztlich nichts anderes, als etwas, das die Religion immer schön ermöglicht hat: Er verschafft sich mit ihrer Hilfe Geld und Geltung.</p>
<p>Insofern macht Herr Fliege nichts anderes, als die Kirchen im wesentlichen auch. Das ist ein Grundproblem der Religion, ihre enorme Instrumentalisierbarkeit für Zwecke und Interessen, die mit Religion nichts mehr zu tun haben.</p>
<p>Volker Brokop</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Gott &#8211; mehr als nur ein buntes Bildchen im menschlichen Gehirn von Volker Brokop</title>
		<link>http://www.kath-2-30.de/2010/05/06/gott-mehr-als-nur-ein-buntes-bildchen-im-menschlichen-gehirn/#comment-3559</link>
		<dc:creator>Volker Brokop</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 11:36:59 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kath-2-30.de/?p=1340#comment-3559</guid>
		<description>Daß die Neurobiologie sich intensiv mit der Frage nach Gott beschäftigt, ist einerseits sehr interessant, andererseits aber wird man auf diese Weise niemals zu endgültigen Ergebnissen kommen, das ist meine Überzeugung als Laie. 

Was im Text nur angedeutet wurde, sollte etwas genauer betrachtet werden, denn natürlich können Hirnforscher mit den entsprechenden Verfahren abbilden, was in der Physiologie oder im Stoffwechsel des Gehirns geschieht, wenn ein Mensch betet oder meditiert, aber welche Bedeutung die Meditation und das Gebet für einen Menschen haben, liegt prinzipiell außerhalb aller naturwissenschaftlicher Beobachtbarkeit, das ist das Problem. Ob ein religiös gläubiger Mensch aus seinem Glauben ethische oder moralische Überzeugungen ableitet, oder mit welchen Identifikationen sich der Glaube an Gott verbindet, das alles läßt sich nicht mit bildgebenden Verfahren abbilden oder aus der Analyse des Hirnstoffwechsels ablesen. 

Gewiß, es gibt vermutlich keinen Weg zurück zum klassischen Dualismus, der es für möglich hält, daß Materie und Geist unabhängig voneinander existieren könnten, aber dennoch bleibt es ein erstaunliches Phänomen, daß geistige Tätigkeit auf die Materie zurückwirkt, die den Geist hervorbringt. 

Für die Naturwissenschaft ist das Problem der sogenannten Qualia bis heute ungelöst und wird es vermutlich auch immer bleiben. Mit Qualia sind die rein subjektiven Erlebnisgehalte von Wahrnehmungen und Empfindungen gemeint, der absolute Unterschied zwischen objektiv Nachweisbarem und subjektiv Empfundenem also. Natürlich können wir im Labor abbilden, was im Gehirn rein physiologisch geschieht, wenn ein Mensch Feude oder Leid erlebt, aber wie sich Freude und Leid rein subjektiv für einen Einzelnen anfühlen, das läßt sich aus den Abbildungen in keinster Weise ableiten und niemand kann exakt das nachfühlen, was der Andere empfindet, bzw. wie er es empfindet.

Die Aussage daß &quot;physisch etwas geschieht, wenn ein Mensch mit Gott in Beziehung tritt&quot;, ist sicherlich rein hirnphysiologisch richtig, allerdings ist das kein Hinweis darauf, daß Gott etwas ist, das von Außen an den Menschen herantritt. 

Für mich persönlich ist Gott niemals etwas anderes, als eine Art Erfahrungstatsache in der rein subjektiven Erlebniswirklichkeit eines einzelnen Menschen, inwieweit aber die innere Erlebniswirklichkeit mit der äußeren Wirklichkeit übereinstimmt ist ein großes Problem. Und letztlich muß diese Problem sozusagen naturgemäß ungelöst bleiben, da Gott rein wissenschaftlich weder beweisen noch widerlegt werden kann. Es kommt also, genau betrachtet, nicht darauf an, ob es Gott wirklich gibt, sondern was Glaube oder Unglaube für einen einzelnen Menschen bedeuten.

Was das Verhältnis von Geist und Materie betrifft, so halte ich die Vorstellung des Parellelismus für am sinnvollsten:

http://www.info3.de/ycms_alt/printartikel_1429.shtml

Volker Brokop</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Daß die Neurobiologie sich intensiv mit der Frage nach Gott beschäftigt, ist einerseits sehr interessant, andererseits aber wird man auf diese Weise niemals zu endgültigen Ergebnissen kommen, das ist meine Überzeugung als Laie. </p>
<p>Was im Text nur angedeutet wurde, sollte etwas genauer betrachtet werden, denn natürlich können Hirnforscher mit den entsprechenden Verfahren abbilden, was in der Physiologie oder im Stoffwechsel des Gehirns geschieht, wenn ein Mensch betet oder meditiert, aber welche Bedeutung die Meditation und das Gebet für einen Menschen haben, liegt prinzipiell außerhalb aller naturwissenschaftlicher Beobachtbarkeit, das ist das Problem. Ob ein religiös gläubiger Mensch aus seinem Glauben ethische oder moralische Überzeugungen ableitet, oder mit welchen Identifikationen sich der Glaube an Gott verbindet, das alles läßt sich nicht mit bildgebenden Verfahren abbilden oder aus der Analyse des Hirnstoffwechsels ablesen. </p>
<p>Gewiß, es gibt vermutlich keinen Weg zurück zum klassischen Dualismus, der es für möglich hält, daß Materie und Geist unabhängig voneinander existieren könnten, aber dennoch bleibt es ein erstaunliches Phänomen, daß geistige Tätigkeit auf die Materie zurückwirkt, die den Geist hervorbringt. </p>
<p>Für die Naturwissenschaft ist das Problem der sogenannten Qualia bis heute ungelöst und wird es vermutlich auch immer bleiben. Mit Qualia sind die rein subjektiven Erlebnisgehalte von Wahrnehmungen und Empfindungen gemeint, der absolute Unterschied zwischen objektiv Nachweisbarem und subjektiv Empfundenem also. Natürlich können wir im Labor abbilden, was im Gehirn rein physiologisch geschieht, wenn ein Mensch Feude oder Leid erlebt, aber wie sich Freude und Leid rein subjektiv für einen Einzelnen anfühlen, das läßt sich aus den Abbildungen in keinster Weise ableiten und niemand kann exakt das nachfühlen, was der Andere empfindet, bzw. wie er es empfindet.</p>
<p>Die Aussage daß &#8220;physisch etwas geschieht, wenn ein Mensch mit Gott in Beziehung tritt&#8221;, ist sicherlich rein hirnphysiologisch richtig, allerdings ist das kein Hinweis darauf, daß Gott etwas ist, das von Außen an den Menschen herantritt. </p>
<p>Für mich persönlich ist Gott niemals etwas anderes, als eine Art Erfahrungstatsache in der rein subjektiven Erlebniswirklichkeit eines einzelnen Menschen, inwieweit aber die innere Erlebniswirklichkeit mit der äußeren Wirklichkeit übereinstimmt ist ein großes Problem. Und letztlich muß diese Problem sozusagen naturgemäß ungelöst bleiben, da Gott rein wissenschaftlich weder beweisen noch widerlegt werden kann. Es kommt also, genau betrachtet, nicht darauf an, ob es Gott wirklich gibt, sondern was Glaube oder Unglaube für einen einzelnen Menschen bedeuten.</p>
<p>Was das Verhältnis von Geist und Materie betrifft, so halte ich die Vorstellung des Parellelismus für am sinnvollsten:</p>
<p><a href="http://www.info3.de/ycms_alt/printartikel_1429.shtml">http://www.info3.de/ycms_alt/printartikel_1429.shtml</a></p>
<p>Volker Brokop</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Zu „Auf ein Wort – Gott hat sich entschieden“ vom 24.12.2011 und der anschließenden Leserbriefdiskussion von Volker Brokop</title>
		<link>http://www.kath-2-30.de/2012/01/21/zu-auf-ein-wort-gott-hat-sich-entschieden-vom-24-12-2011-und-der-anschliessenden-leserbriefdiskussion/#comment-3558</link>
		<dc:creator>Volker Brokop</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 20:59:21 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kath-2-30.de/?p=2494#comment-3558</guid>
		<description>Sehr geehrter Herr Dr. Kurth,

mit einigem Erstaunen habe ich diesen Blogeintrag entdeckt, freue mich aber darüber, daß mein Leserbrief tatsächlich solch eine Debatte ausgelöst hat, viel mehr noch aber darüber, daß Sie an dieser Stelle darauf eingehen. 

Zunächst muß generell angemerkt werden, daß ein Leserbrief natürlich möglichst kurz formuliert werden muß, um überhaupt veröffentlicht zu werden, insofern kann man dem äußerst komplexen Thema &quot;Naturwissenschaft und Religion&quot; auf diese Weise sicher nicht gerecht werden. Sie haben sich in Ihrem obigen Beitrag auf mehrere Leserbriefe bezogen, ich kann natürlich nur zu meinen eigenen Aussagen Stellung beziehen, was ich hiermit sehr gerne tue.

Eine fundamentale Übereinstimmung gibt es meinerseits selbstverständlich tatsächlich, und sie entspricht exakt meinem Plädoyer für das, was ich als &quot;intellektuelle Redlichkeit&quot; bezeichnet habe, denn natürlich ist es vollkommen unmöglich, Gott mit den Mitteln der Naturwissenschaften zu beweisen oder zu widerlegen. Allerdings muß ich direkt eine entscheidende Ergänzung hinzufügen, denn es kommt darauf an, was man unter dem Begriff Gott versteht, da ich die Behauptung aufstelle, daß es sich bei diesem Begriff um einen der beliebigsten Begriffe des gesamten menschlichen Wortschatzes handelt. Diese Behauptung ist auch sehr einfach zu begründen, da der Gottesbegriff sich mit beliebig vielen Inhalten füllen und mit beliebig vielen Identifikationen verbinden läßt. Es ist vollkommen unmöglich, objektive oder absolute Aussagen über Gott zu machen, insofern kann Gott niemals ein Gegenstand irgendeiner naturwissenschaftlichen Methode sein.

Etwas anders aber verhält es sich, wenn man von Gott als dem Schöpfer der Welt spricht, und darauf bin ich in meinem Leserbrief eingegangen. Für mich ist nicht die Frage interessant, ob ein Mensch an Gott glaubt, mich interessiert, welche Vorstellungen sich dahinter verbergen und welche Bedeutug es für den Einzelnen hat, an Gott zu glauben oder eben auch nicht. 

Um aber beim Thema Naturwissenschaft und Religion zu bleiben, so kann man tatsächlich redlicherweise sagen, daß sowohl die Evolutionsbiologie als auch die Kosmologie inzwischen über sehr sinnvolle Modelle und wissenschaftliche Theorien verfügen, die keinerlei schöpfungstheologischer Ergänzung bedürfen, um die Entstehung des Lebens oder der Welt plausibel zu begründen. 

Unter Ihrer Bemerkung haben Sie, Herr Dr. Kurth, meine Website mit einigen meiner Bemerkungen verlinkt, aus dieser Seite zitiere ich eine Aussage des Theologen Eugen Drewermann, der in mehreren sehr umfangreichen Büchern den Kenntnisstand sowohl der modernen Biologie, als auch der modernen Kosmologie zusammengefaßt hat:

&quot;Das Problem ist nicht, daß wir nicht erklären können, wie lebende Strukturen sich zu bilden vermögen, das Problem ist, daß wir nicht wissen, welche der an sich möglichen Erklärungen zutrifft, welch einen Weg das Leben historisch wirklich genommen hat. [...] Man braucht Gott nicht mehr, um zu erklären, warum es das Sonnensystem gibt, man braucht Gott nicht mehr, um zu erklären, warum es das Leben auf der Erde gibt, und man braucht ihn auch nicht mehr, um zu erklären, warum es uns Menschen gibt.&quot;

Diese Aussage hat mich sehr lange beschäftigt, und sie bestätigt nur, was tatsächlich heute Stand der naturwissenschaftlichen Forschung ist. Natürlich aber bleibt es dabei, daß jede neue Antwort immer neue Fragen aufwirft; daß sozusagen jedes neue Wissen den Stand unseres Nichtwissens riesig noch erweitert, aber ist denn die Erklärung Gott als Antwort auf vielleicht prinzipiell unbeantwortbare Fragen eine zufriedenstellende Alternative? Für mich persönlich jedenfalls nie und nimmer.

Dann muß ich noch eingehen auf eine meiner Aussagen aus meinem zweiten Leserbrief in der Diskussion in der Wuppertaler Rundschau, dort habe ich geschrieben: &quot;Es ist enorm wichtig, dass vor allem jungen Menschen ein möglichst realistischer und an nachweisbaren Fakten orientierter Zugang zur Wirklichkeit ermöglicht wird.&quot;

Diese Bemerkung bezieht sich selbstverständlich nur auf den Bereich der Naturwissenschaften, da ich seit vielen Jahren mit großer Sorge immer wieder mitbekomme, was in Kreisen sogenannter &quot;Kreationisten&quot; und Anhängern des &quot;Intelligent Design&quot; geglaubt und auch in Deutschland in immer mehr Privatschulen neben dem Biologieunterricht gelehrt wird. Speziell für die Katholische Kirche ist dieses Thema nicht ganz einfach, da sie sich einerseits in einigen offiziellen Verlautbarungen von dem Gedankengut derartiger Kreise distanziert, andererseits aber ihre eigene Vorstellung von der sogenannten &quot;reinen Schöpfungslehre&quot; (siehe Weltkathechismus) nicht aufgeben möchte, ich verweise zur Verdeutlichung auf einen Artikel von Christoph Kardinal Schönborn, der im Juli 2005 unter dem Titel &quot;Keine Evolution durch blinden Zufall!&quot; in der New York Times erschienen ist:

http://stjosef.at/dokumente/evolution_schoepfung_schoenborn.htm

An dieser Stelle ist sicher kein Raum für einen naturwissenschaftlichen Exkurs, aber der Aspekt des Zufalls in der Evolution sollte zumindest soweit verstanden werden, daß er nicht besagt, daß es in der Natur Entwicklungen gibt, die keine Ursache und keinen Sinn haben, wohl aber solche, die keiner höheren Absicht folgen und deren Ziele erst mit ihrer evolutiv notwendigen Zielsetzung entstehen; diese Zielsetzungen aber lassen sich nicht plausibel mit einem Schöpfungsplan in Zusammenhang bringen.

Abschliessend weise ich darauf hin, daß es ausdrücklich zur naturwissenschaftlichen Methode gehört, Verfahren anzubieten, mit denen Hypothsen und Theorien überprüft, also entweder bestätigt, ergänzt oder widerlegt werden können. Nur die Religion nimmt für sich in Anspruch, über ewige und unverhandelbare Wahrheiten zu verfügen, wenn sie in vermeintlich &quot;heiligen Schriften&quot; dargelegt wurden, das halte ich für äußerst probematisch.

Wie auch immer, jedenfalls freue ich mich über jeden Diaolg über derartige Fragen und Themen, denn wenn es Wahrheiten über das menschliche Dasein, oder über die Tatsache der Welt gibt, erkennen wir sie nur über einen offenen Dialog, das ist meine Überzeugung. 

Es grüßt sie freundlich aus Barmen,

Volker Brokop</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Dr. Kurth,</p>
<p>mit einigem Erstaunen habe ich diesen Blogeintrag entdeckt, freue mich aber darüber, daß mein Leserbrief tatsächlich solch eine Debatte ausgelöst hat, viel mehr noch aber darüber, daß Sie an dieser Stelle darauf eingehen. </p>
<p>Zunächst muß generell angemerkt werden, daß ein Leserbrief natürlich möglichst kurz formuliert werden muß, um überhaupt veröffentlicht zu werden, insofern kann man dem äußerst komplexen Thema &#8220;Naturwissenschaft und Religion&#8221; auf diese Weise sicher nicht gerecht werden. Sie haben sich in Ihrem obigen Beitrag auf mehrere Leserbriefe bezogen, ich kann natürlich nur zu meinen eigenen Aussagen Stellung beziehen, was ich hiermit sehr gerne tue.</p>
<p>Eine fundamentale Übereinstimmung gibt es meinerseits selbstverständlich tatsächlich, und sie entspricht exakt meinem Plädoyer für das, was ich als &#8220;intellektuelle Redlichkeit&#8221; bezeichnet habe, denn natürlich ist es vollkommen unmöglich, Gott mit den Mitteln der Naturwissenschaften zu beweisen oder zu widerlegen. Allerdings muß ich direkt eine entscheidende Ergänzung hinzufügen, denn es kommt darauf an, was man unter dem Begriff Gott versteht, da ich die Behauptung aufstelle, daß es sich bei diesem Begriff um einen der beliebigsten Begriffe des gesamten menschlichen Wortschatzes handelt. Diese Behauptung ist auch sehr einfach zu begründen, da der Gottesbegriff sich mit beliebig vielen Inhalten füllen und mit beliebig vielen Identifikationen verbinden läßt. Es ist vollkommen unmöglich, objektive oder absolute Aussagen über Gott zu machen, insofern kann Gott niemals ein Gegenstand irgendeiner naturwissenschaftlichen Methode sein.</p>
<p>Etwas anders aber verhält es sich, wenn man von Gott als dem Schöpfer der Welt spricht, und darauf bin ich in meinem Leserbrief eingegangen. Für mich ist nicht die Frage interessant, ob ein Mensch an Gott glaubt, mich interessiert, welche Vorstellungen sich dahinter verbergen und welche Bedeutug es für den Einzelnen hat, an Gott zu glauben oder eben auch nicht. </p>
<p>Um aber beim Thema Naturwissenschaft und Religion zu bleiben, so kann man tatsächlich redlicherweise sagen, daß sowohl die Evolutionsbiologie als auch die Kosmologie inzwischen über sehr sinnvolle Modelle und wissenschaftliche Theorien verfügen, die keinerlei schöpfungstheologischer Ergänzung bedürfen, um die Entstehung des Lebens oder der Welt plausibel zu begründen. </p>
<p>Unter Ihrer Bemerkung haben Sie, Herr Dr. Kurth, meine Website mit einigen meiner Bemerkungen verlinkt, aus dieser Seite zitiere ich eine Aussage des Theologen Eugen Drewermann, der in mehreren sehr umfangreichen Büchern den Kenntnisstand sowohl der modernen Biologie, als auch der modernen Kosmologie zusammengefaßt hat:</p>
<p>&#8220;Das Problem ist nicht, daß wir nicht erklären können, wie lebende Strukturen sich zu bilden vermögen, das Problem ist, daß wir nicht wissen, welche der an sich möglichen Erklärungen zutrifft, welch einen Weg das Leben historisch wirklich genommen hat. [...] Man braucht Gott nicht mehr, um zu erklären, warum es das Sonnensystem gibt, man braucht Gott nicht mehr, um zu erklären, warum es das Leben auf der Erde gibt, und man braucht ihn auch nicht mehr, um zu erklären, warum es uns Menschen gibt.&#8221;</p>
<p>Diese Aussage hat mich sehr lange beschäftigt, und sie bestätigt nur, was tatsächlich heute Stand der naturwissenschaftlichen Forschung ist. Natürlich aber bleibt es dabei, daß jede neue Antwort immer neue Fragen aufwirft; daß sozusagen jedes neue Wissen den Stand unseres Nichtwissens riesig noch erweitert, aber ist denn die Erklärung Gott als Antwort auf vielleicht prinzipiell unbeantwortbare Fragen eine zufriedenstellende Alternative? Für mich persönlich jedenfalls nie und nimmer.</p>
<p>Dann muß ich noch eingehen auf eine meiner Aussagen aus meinem zweiten Leserbrief in der Diskussion in der Wuppertaler Rundschau, dort habe ich geschrieben: &#8220;Es ist enorm wichtig, dass vor allem jungen Menschen ein möglichst realistischer und an nachweisbaren Fakten orientierter Zugang zur Wirklichkeit ermöglicht wird.&#8221;</p>
<p>Diese Bemerkung bezieht sich selbstverständlich nur auf den Bereich der Naturwissenschaften, da ich seit vielen Jahren mit großer Sorge immer wieder mitbekomme, was in Kreisen sogenannter &#8220;Kreationisten&#8221; und Anhängern des &#8220;Intelligent Design&#8221; geglaubt und auch in Deutschland in immer mehr Privatschulen neben dem Biologieunterricht gelehrt wird. Speziell für die Katholische Kirche ist dieses Thema nicht ganz einfach, da sie sich einerseits in einigen offiziellen Verlautbarungen von dem Gedankengut derartiger Kreise distanziert, andererseits aber ihre eigene Vorstellung von der sogenannten &#8220;reinen Schöpfungslehre&#8221; (siehe Weltkathechismus) nicht aufgeben möchte, ich verweise zur Verdeutlichung auf einen Artikel von Christoph Kardinal Schönborn, der im Juli 2005 unter dem Titel &#8220;Keine Evolution durch blinden Zufall!&#8221; in der New York Times erschienen ist:</p>
<p><a href="http://stjosef.at/dokumente/evolution_schoepfung_schoenborn.htm">http://stjosef.at/dokumente/evolution_schoepfung_schoenborn.htm</a></p>
<p>An dieser Stelle ist sicher kein Raum für einen naturwissenschaftlichen Exkurs, aber der Aspekt des Zufalls in der Evolution sollte zumindest soweit verstanden werden, daß er nicht besagt, daß es in der Natur Entwicklungen gibt, die keine Ursache und keinen Sinn haben, wohl aber solche, die keiner höheren Absicht folgen und deren Ziele erst mit ihrer evolutiv notwendigen Zielsetzung entstehen; diese Zielsetzungen aber lassen sich nicht plausibel mit einem Schöpfungsplan in Zusammenhang bringen.</p>
<p>Abschliessend weise ich darauf hin, daß es ausdrücklich zur naturwissenschaftlichen Methode gehört, Verfahren anzubieten, mit denen Hypothsen und Theorien überprüft, also entweder bestätigt, ergänzt oder widerlegt werden können. Nur die Religion nimmt für sich in Anspruch, über ewige und unverhandelbare Wahrheiten zu verfügen, wenn sie in vermeintlich &#8220;heiligen Schriften&#8221; dargelegt wurden, das halte ich für äußerst probematisch.</p>
<p>Wie auch immer, jedenfalls freue ich mich über jeden Diaolg über derartige Fragen und Themen, denn wenn es Wahrheiten über das menschliche Dasein, oder über die Tatsache der Welt gibt, erkennen wir sie nur über einen offenen Dialog, das ist meine Überzeugung. </p>
<p>Es grüßt sie freundlich aus Barmen,</p>
<p>Volker Brokop</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Eine göttliche Idee von Kath 2:30</title>
		<link>http://www.kath-2-30.de/2011/12/29/eine-goettliche-idee/#comment-3552</link>
		<dc:creator>Kath 2:30</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 20:19:27 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kath-2-30.de/?p=2479#comment-3552</guid>
		<description>[...] Zur vorherigen Episode (Episode 24 – Eine göttliche Idee) [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Zur vorherigen Episode (Episode 24 – Eine göttliche Idee) [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Episode 25 – eucharisteîn von Kath 2:30</title>
		<link>http://www.kath-2-30.de/2012/01/21/episode-25-eucharistein/#comment-3551</link>
		<dc:creator>Kath 2:30</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 20:18:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kath-2-30.de/?p=2515#comment-3551</guid>
		<description>[...] Zum Videopodcast. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Zum Videopodcast. [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Eine göttliche Idee von Special Guest</title>
		<link>http://www.kath-2-30.de/2011/12/29/eine-goettliche-idee/#comment-3550</link>
		<dc:creator>Special Guest</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 13:40:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kath-2-30.de/?p=2479#comment-3550</guid>
		<description>Das wäre sehr schade!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das wäre sehr schade!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Gott hat sich entschieden von Kath 2:30</title>
		<link>http://www.kath-2-30.de/2011/12/24/gott-hat-sich-entschieden/#comment-3549</link>
		<dc:creator>Kath 2:30</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 13:37:51 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kath-2-30.de/?p=2466#comment-3549</guid>
		<description>[...] Wort zu Weihnachten „Gott hat sich entschieden“ von Superintendentin Frau Federschmidt und mir hat Kritik hervorgerufen und eine kleine Diskussion [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Wort zu Weihnachten „Gott hat sich entschieden“ von Superintendentin Frau Federschmidt und mir hat Kritik hervorgerufen und eine kleine Diskussion [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Eine göttliche Idee von Gast</title>
		<link>http://www.kath-2-30.de/2011/12/29/eine-goettliche-idee/#comment-3374</link>
		<dc:creator>Gast</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Jan 2012 13:41:03 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kath-2-30.de/?p=2479#comment-3374</guid>
		<description>Es wäre schön, wenn Sie es beim nächsten Mal wieder altüberliefert darstellen würden - so künstlerisch wertvoll Ihnen diese aktuelle, comixhaft anmutende,Darstellung auch erscheinen mag. Vielen Dank.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es wäre schön, wenn Sie es beim nächsten Mal wieder altüberliefert darstellen würden &#8211; so künstlerisch wertvoll Ihnen diese aktuelle, comixhaft anmutende,Darstellung auch erscheinen mag. Vielen Dank.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Na dann, frohe Weihnachten! von Kath 2:30</title>
		<link>http://www.kath-2-30.de/2011/12/18/na-dann-frohe-weihnachten/#comment-3331</link>
		<dc:creator>Kath 2:30</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 20:57:25 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kath-2-30.de/?p=2382#comment-3331</guid>
		<description>[...] Zur vorherigen Episode (Episode 23 – Na dann, frohe Weihnachten!) [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Zur vorherigen Episode (Episode 23 – Na dann, frohe Weihnachten!) [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Episode 24 – Eine göttliche Idee von Kath 2:30</title>
		<link>http://www.kath-2-30.de/2011/12/29/episode-24-eine-goettliche-idee/#comment-3330</link>
		<dc:creator>Kath 2:30</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 20:55:04 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kath-2-30.de/?p=2477#comment-3330</guid>
		<description>[...] Zum Videopodcast. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Zum Videopodcast. [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>

